Stellungnahme vom 28.01.2026 zur Entscheidung des Wahlvorstandes der TU Dortmund
Sehr geehrter Herr Bayer,
Sehr geehrtes Rektorat,
Mit diesem Schreiben wendet sich die Fachschaftsrätekonferenz als Zusammenschluss der Fachschaften der TU Dortmund an Sie, da wir mit großer Sorge die Empfehlung des Wahlvorstandes der TU Dortmund betrachten, die Gremienwahlen und die Wahlen des Studierendenparlaments und Autonomen Ausländer*innen-Referats voneinander zu trennen.
Die empfohlene Trennung stellt aus unserer Sicht keinen Beitrag zur Stärkung demokratischer Prozesse dar, sondern verlagert strukturelle, finanzielle und organisatorische Probleme einseitig auf die Studierendenschaft, obwohl wir hier auf die Amtshilfe der TU Dortmund stark angewiesen sind. Anstatt demokratische Teilhabe zu erleichtern, droht sie diese weiter zu erschweren.
Konkret bedeutet die Empfehlung, dass die Studierendenschaft ab jetzt die Organisation und Finanzierung zentraler Wahlen eigenständig übernehmen müsste. Die damit verbundenen Mehrkosten werden im fünfstelligen Bereich liegen und sind im aktuellen Haushalt nicht abgebildet. Langfristig ergibt sich hieraus, dass der Semesterbeitrag in der Beitragsordnung für eben diese Wahlen um einen Euro pro Semester angehoben werden muss.
Gleichzeitig ist unklar, ob Online-Wahlen für das StuPa und AAR überhaupt zu tragbaren Konditionen realisierbar wären. Realistisch droht damit eine Rückkehr zu Urnenwahlen ohne eine ausreichende Vorbereitungszeit, ohne vorhandene Strukturen und mit hohem zusätzlichem Aufwand für Ehrenamtliche. Die Einführung unterschiedlicher Wahlformate im selben Zeitraum erhöht außerdem die Komplexität der Wahlen und schafft zusätzliche Zugangshürden. Wir befürchten, dass dies auch die Wahlbeteiligung bei den Wahlen senkt.Im vergangenen Jahrzehnt hat sich die gemeinsame Durchführung der Gremienwahlen und der studentischen Wahlen als Online-Wahl bewährt und es kam nie zu einer Beschwerde von Seiten der Universitätsverwaltung. Auch an anderen Universitäten findet eine gemeinsame Wahl, soweit eine Online-Wahl durchgeführt wird, häufig im gemeinsamen Schulterschluss zwischen der Studierendenschaft und der Universität statt. Die Online-Wahl ist niedrigschwellig, übersichtlich und erleichtert die Teilnahme. Eine Abkehr von diesem Modell ist aus unserer Sicht nicht sinnvoll.
Wir bitten daher darum, die Empfehlung des Wahlvorstands abzulehnen und wünschen uns weiterhin als eine gemeinschaftliche TU Dortmund unsere Universität zu gestalten und die demokratische Teilhabe zu stärken.
Mit freundlichen Grüßen,
Die Fachschaftsrätekonferenz im Namen der 35 Fachschaften der TU Dortmund